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Es gibt viele Gründe dafür, dass ich schnell raus bin, wenn etwas auch nur ganz leicht nach Pseudo-Science riecht. Keine Handbreit dem Schwachsinn. Allerdings schafft James Nestor mit Breath, dass ich am Ende wirklich davon überzeugt war, dass die Medizin dem Komplex Atmung nicht genug Aufmerksamkeit schenkte.

In Deep, einem seiner vorherigen Bücher, hat Nestor Extremtaucher begleitet, die ohne Equipment nahezu ewig unter Wasser bleiben können. Darauf aufbauend ist Breath: Wenn Atmung bei diesen Tauchern eine für jeden trainierbare Fähigkeit ist, was kann sie sonst noch beeinflussen?

Ich fand das Buch sehr(!) interessant. Teilweise leider etwas schwach, was wissenschaftliche Hintergründe angeht, was Nestor aber gut damit begründet, dass Atmung einfach ein im westlichen Raum missachteter Teil der Medizinhistorie ist. Er bringt aber genug und sehr breit gestreute Beispiele und Theorien an, dass ich letztendlich mit einem Gefühl von „Da kann was dran sein“ aus dem Buch ging.

Lesenswert und kurzweilig.